ASD für Neueinsteiger*innen - wie kann ich meine Rollenvielfalt kompetent ausfüllen?

mit Tobias Titt und Delia Kraemer

Sie lesen hier die Ausschreibung zur aktuellen, bereits gestarteten Fortbildungsreihe

Der ASD – eine kurze Skizze

Im Allgemeinen Sozialen Dienst müssen Sie verschiedene Anforderungen und Erwartungen an eine Vielzahl unterschiedlicher Rollen erfüllen: Sie erbringen eigene Beratungsleistungen für Bürger*innen, Sie prüfen und entscheiden über weitergehende Hilfen und Sie haben die Aufgabe, das Wohl von Kindern und Jugendlichen sicherzustellen. Sie benötigen durchweg eine gute fachliche und methodische Selbstsicherheit – nur so können Sie der inhaltlichen Vielfalt kompetent begegnen, das hohe Arbeitsaufkommen sicher bewältigen und auf die vielen, zum Teil belastenden Situationen professionell reagieren.

Ziele der Fortbildungsreihe

  • Sie erhalten grundlegendes Fachwissen für einen kompetenten Start im Berufsfeld des Allgemeinen Sozialen Dienstes, auf das Sie gut aufbauen und sich fachlich weiterentwickeln können.
  • Sie können sich mit praxisnahen Handlungsansätzen auseinandersetzen, die Ihnen helfen, Ihre Rollenvielfalt als Fachkraft im Allgemeinen Sozialen Dienst qualifiziert auszufüllen.

Als Fachkraft im Allgemeinen Sozialen Dienst sind Sie Teil der kommunalen Sozialverwaltung. Von Ihnen wird sozialpädagogisches, sozialisationstheoretisches und entwicklungspsychologisches Wissen zum Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen erwartet. Darüber hinaus müssen Sie methodische Kompetenzen zur Gesprächsführung, Beratung und Fallsteuerung sowie Rechtskenntnisse im Bereich des Jugend- und Familienrechts besitzen.

4 Module für Wissenserwerb, Praxis und Reflexion

Diese vierteilige modulare Fortbildung vermittelt Ihnen dieses Wissen in seinen Grundzügen, so dass Sie gut darauf aufbauen können. Zudem lernen Sie praxisnahe Handlungsansätze kennen, um Ihre Rollenvielfalt als Fachkraft im ASD kompetent auszufüllen.

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Modul I: Rollenvielfalt/Soz.päd. Fallverstehen/Hilfeplanung

 

Modul I  

  • Teil 1: Die Rollenvielfalt des ASD in der der kommunalen Sozialverwaltung
  • Teil 2: Sozialpädagogisches Fallverstehen und Hilfeplanung

 

Eine zentrale Aufgabe des Allgemeinen Sozialen Dienstes ist die Feststellung eines möglichen erzieherischen Bedarfes hilfesuchender Familien und die Steuerung ambulanter und stationärer Hilfen zur Erziehung. Eine besondere Herausforderung stellt hierbei die Beteiligung der Adressat*innen sowie die Einleitung einer passgenauen Hilfe dar. Ihr pädagogisches und verwaltungsbezogenes Handeln bewegt sich hierbei unter anderem im Leistungsdreieck zwischen den Adressat*innen, der freien und der öffentlichen Jugendhilfe. In dieser besonderen Konstellation müssen Sie sowohl Ihre fachlichen Einschätzungen und Entscheidungen als auch Ihre Ressourcenverantwortung miteinander in Einklang bringen.

Hierfür benötigen Sie Rechtskenntnisse im Bereich des SGB VIII, aber auch sozialpädagogisch diagnostische Fertigkeiten für das Fallverstehen - Beides vermitteln wir Ihnen hier. Wir stellen Ihnen aktuelle und praxisrelevante Methoden und Konzepte vor und geben Ihnen die Möglichkeit, diese anhand konkreter Beispiele aus der Praxis zu erproben.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Strategien zur Moderation und Aushandlung im Hilfeplanverfahren.

 

Ziele des Moduls

  • Sie können sich als Teil der Verwaltung und des Jugendamtes verorten
  • Sie kennen die relevanten Akteure in Ihrem Handlungsfeld
  • Sie kennen die zentralen rechtlichen Grundlagen des SGB VIII zu den Hilfen zur Erziehung und zum Hilfeplanverfahren
  • Sie sind sicher in der Gestaltung des Hilfeplanverfahrens
  • Sie kennen zentrale Qualitätsstandards und förderliche Faktoren für das Gelingen der Hilfeplanung
  • Sie haben neue Perspektiven und Anregungen für das Fallverstehen
  • Sie können Methoden und Instrumente zur Beteiligung der Erziehungsberechtigten sowie der Kinder und Jugendlichen anwenden
  • Sie kennen Strategien zur Moderation von Hilfeplangesprächen

 

Zum Abschluss des zweiten Workshoptages findet eine Unterstützung des Wissenstransfers statt - dies geschieht durch eine anwendungsbezogene Reflexion und die Thematisierung von Hürden und Stolpersteinen in der Praxis.

Modul II: Kindeswohlgefährdung und Schutzauftrag

Modul II: Kindeswohlgefährdung und Schutzauftrag

Der Allgemeine Soziale Dienst ist die zentrale Organisationseinheit des Jugendamtes zur Sicherstellung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung und damit zentraler Akteur im Kinderschutz. Er trägt zur Erfüllung des staatlichen Wächteramtes bei. Eine besondere Herausforderung ist hierbei die Risiko- und Gefährdungseinschätzung und die damit verbundene diagnostische Einschätzung, ob die Lebenssituation eines Kindes/Jugendlichen möglichweise schädigend ist.

 

Ziele des Moduls

  • Sie kennen die zentralen rechtlichen Grundlagen zur Wahrnehmung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung  
  • Sie sind sicher in der Gestaltung eines Verfahrens zur Gefährdungseinschätzung
  • Sie können auf Strategien zur Beteiligung der Erziehungsberechtigten sowie der Kinder und Jugendlichen zurückgreifen
  • Sie kennen zentrale Wissenskonzepte zur Kindeswohlgefährdung sowie relevante Schutz- und Risikofaktoren für die sozialpädagogische Diagnostik
  • Sie können gemeinsam mit den relevanten Beteiligten Hilfe- und Schutzkonzepte entwickeln
  • Sie wissen wann die Anrufung des Familiengerichts geboten ist
  • Sie kennen die Anforderungen an eine angemessene Prozessdokumentation sowie an gutachterliche Stellungnahmen für das Familiengericht

 

Zum Abschluss des zweiten Workshoptages findet eine Unterstützung des Wissenstransfers statt – dies geschieht durch eine anwendungsbezogene Reflexion und die Thematisierung von Hürden und Stolpersteinen in der Praxis.

Modul III: Gesprächsführung

Modul III: Gesprächsführung                             

In Ihrer Arbeit im Allgemeinen Sozialen Dienst spielen Gespräche sowohl im Beratungs- als auch im Zwangskontext eine zentrale Rolle. Die Herausforderung, der Sie hier begegnen, liegt in der Gradwanderung zwischen Klarheit, Direktheit und Transparenz bei gleichzeitiger Achtung vor den Ängsten und Bedürfnissen der Gesprächspartner*innen. Darüber hinaus treffen Sie auf (zum Teil nachvollziehbare) Abwehrreaktion der Klient*innen und sind gefordert, diesen zu begegnen ohne dabei die Beziehungsebene zu gefährden.

Ziele des Moduls

  • Sie kennen die Grundlagen von Kommunikation
  • Sie wissen, wie Sie Gespräche unterschiedlicher Anforderung vor-/und nachbereiten
  • Sie sind in der Lage zielgerichtet Beratungsgespräche zu gestalten und mit einem roten Faden durch die Gesprächssituation zu führen
  • Sie haben sich mit Ihrer eigenen, persönlichen Haltung gegenüber Ihrem Klientel auseinandergesetzt und gestalten auf dieser Grundlage die unterschiedlichsten Gesprächssituationen
  • Sie wissen um die Möglichkeiten und Grenzen und um Methoden der altersangemessenen Einbeziehung von Kindern in Gesprächssituationen.

 Zum Abschluss des zweiten Workshoptages findet eine Unterstützung des Wissenstransfers statt – dies durch eine anwendungsbezogene Reflexion und die Thematisierung von Hürden und Stolpersteinen in der Praxis.

Modul IV - Follow-Up

Modul IV: Follow-Up nach 5 Monaten

Dies ist ein Raum, in dem Sie aus Ihrer Praxis berichten und gemeinsam mit der Fortbildungsgruppe Ihre Erfahrungen aus den ersten Monaten ihres Berufsstartes im ASD reflektieren können. Insofern sichert diese Modul in besonderer Weise die Nachhaltigkeit des Gelernten und fördert den Transfer der Inhalte. In Abstimmung mit der Fortbildungsgruppe werden spezifische Themen vertieft.

Ziele des Moduls

  • Sie haben Ihre eigene Arbeit, insbesondere Ihre persönlichen Herausforderungen, reflektiert und können die Beiträge der anderen Workshopteilnehmer*innen erfolgsbringend für Ihre Arbeit nutzen.

Das Konzept der Fortbildung

Das Konzept der Fortbildung: Wissen mit Praxisbezug & Nachhaltigkeit

Wir möchten Sie als neue Fachkräfte im Allgemeinen Sozialen Dienst bei der aktiven Begegnung mit den oben genannten Herausforderungen unterstützen. Es ist uns ein Anliegen, Ihnen eine praxistaugliche Lösung für die Übertragung des vermittelten Wissens in die Praxis anzubieten. Unsere Referent*innen legen großen Wert auf eine Workshopdramaturgie, die Ihnen möglichst viel Impulse und neues Wissen so mitgibt, dass Sie dies sofort in Ihrer Arbeit anwenden können. Lerntransfer findet also bereits im Workshop statt, Die Follow-up Veranstaltung sichert die Nachhaltigkeit der Fortbildung und fördert den Transfer der Inhalte. Dieser Termin dient dazu, erlebte Hürden in der Anwendung der Fortbildungsinhalte zu reflektieren.

 

Umfang der Fortbildung

Bei Buchung aller Module: 56 Unterrichtsstunden

Methodik

Methodik

Fachinput, allgemeine Übungssequenzen und Fallsequenzen von den Teilnehmer*innen, Kleingruppenarbeiten und Rollenspiele sorgen für eine abwechslungsreiche Lernatmosphäre.

 

Ihre Vorbereitung

Voraussetzungen - Ihre Vorbereitung

Keine Voraussetzungen – Sie sind entweder bereits seit kurzem Mitarbeiter*in im Allgemeinen Sozialen Dienst oder haben den Einstieg noch vor sich.

In jeden Fall bringen Sie gerne Situationen/Beispiele aus der Praxis aus Ihrer Vergangenheit oder Zukunft mit, die für Sie herausfordernd sind oder an denen Sie gerne „feilen“ möchten.

 

Ihre Referent*innen

Frau Kraemer und Herr Titt verfügen über mehrjährige Berufserfahrung im Jugendamt und im Allgemeinen Sozialen Dienst. Darüber hinaus weisen Sie folgende Qualifikationen auf:

Tobis Titt

Tobias Titt - Referent der Module I,II und IV

„Bei der Konzeptionierung dieser Fortbildungsreihe war mir wichtig, den neuen Kolleg*innen nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch ein praktisches Lernfeld zur Verfügung zu stellen.“

  • Sozialpädagoge/Sozialarbeiter, Masterstudium im Fach Organisationsgestaltung und Jugendhilfe
  • Organisationsberater bei der GEBIT Münster im Feld Organisationsgestaltung und Konzeptionsentwicklung in der Jugendhilfe
  • Freier Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Münster im Fachbereich Sozialwesen

 

 

Delia Kraemer

Delia Kraemer – Referentin des Moduls III

„Aus eigener Erfahrung weiß ich um die große Vielfalt der Aufgaben im Allgemeinen Sozialen Dienst. Das Thema Gesprächsführung taucht bei der Arbeit überall auf – und von Beginn an. Es ist mir ein Anliegen, Sie als neue Fachkräfte hierauf gut vorzubereiten.“

  • Diplom-Sozialpädagogin, Supervisorin und Organisationsberaterin
  • Weiterbildnerin und Fortbildungsreferentin – Fortbildungen zu Gesprächsführung und Kommunikation Führungskräftequalifizierungen, Moderation, Qualifizierung der Netzwerkkoordination
  • Langjährige Kooperationspartnerin der GEBIT Münster im Bereich Weiterbildung, Organisationsberatung und Jugendhilfeplanung
  • Fachliche Schwerpunktthemen in der Weiterbildung: Allgemeiner Sozialer Dienst, Arbeit mit sexuell missbrauchten Mädchen, Controlling/Qualitätsentwicklung, Frühe Hilfen

Veranstaltungsort & Teilnahmebedingungen

Veranstaltungsort

Plansecur-Tagungsservice

Druseltalstraße 150

34131 Kassel-Bad Wilhelmshöhe

Fon 05 61/ 93 55-0

 

 

Hier finden Sie Informationen zur Anreise: Plansecur Anreise

Tipps für die Übernachtung

Wilhelmshöher Tor BioHotel Kassel

Heinrich-Schütz-Allee 24

34131 Kassel-Bad Wilhelmshöhe

Fon 05 61/ 93 89-0

 

Das Hotel ist 3 Gehminuten vom Tagungshaus entfernt.

Teilnahmebedingungen

Anmeldung: Ihre Anmeldung ist bis zum 20.7.2018 auf dieser Seite möglich. Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie von uns eine Anmeldebestätigung per E-Mail. Ein kostenfreier Rücktritt ist bis zum Anmeldeschluss möglich.


Teilnahmebedingungen: Mit Ihrer Anmeldung erkennen Sie die Teilnahmebedingungen an.


Zusage und Zahlung der Kursgebühr: Nach Eingang Ihrer Anmeldung bestätigen wir Ihnen diese per Mail. Danach versenden wir eine Rechnung über die fälligen Kosten für Ihre Teilnahme mit Informationen zum Zahlungszeitpunkt und zum Zahlungsweg.


Nichtteilnahme und Abmeldungen: Ein kostenfreier Rücktritt ist bis zum Anmeldeschluss möglich. Sollte Ihre Absage nach diesem Termin bei der GEBIT Münster eintreffen, fällt für Sie die Entrichtung des vollen Teilnahmeentgelts an.


Absage der Veranstaltung durch die GEBIT Münster: Bei Nichterreichung der Mindestteilnehmer*innenzahl (12 Personen) behalten wir uns eine Absage der Veranstaltung vor.


Kosten und Organisation: Der Kostenbeitrag und die Organisation enthalten die Durchführung der gesamten Fortbildung, Ihre Verpflegung im Rahmen der Fortbildung sowie die Arbeitsmaterialien. Kosten und Organisation für Ihre An- und Abfahrt, Unterkunft und Übernachtung sind nicht enthalten.


Hinweis zur Datenverarbeitung: Die GEBIT Münster erfasst Ihre personenbezogenen Daten zur Auftragsbearbeitung und für die Korrespondenz mit Ihnen. Die GEBIT Münster kann Ihre personenbezogenen Daten nach Ihrer Zustimmung für Marketingzwecke verwenden. Wenn wir Daten von Ihnen erfassen, haben Sie die Möglichkeit, deren Verwendung für künftige Marketingkontakte abzulehnen.

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