Familien mit psychisch kranken Elternteilen – wie kann ich die Kinder schützen und stützen?

mit Delia Kraemer und Sabine Lottermoser

Etwa 12 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Deutschland. Geschätzte drei Millionen von ihnen, also fast jedes vierte Kind, wächst mit einem Elternteil auf, das an einer psychischen Störung leidet - vorübergehend, wiederholt oder dauerhaft.

Die Kinder aus solchen Familien sind oft "auffällig unauffällig"; sie sind ihren Eltern loyal verbunden und finden sich im Zwiespalt zwischen der familiären und der äußeren Welt, zwischen den Bedürfnissen ihrer Eltern und ihren eigenen.

Diese modulare Fortbildung sensibilisiert Sie, vermittelt Ihnen Wissen und Handlungsoptionen zu verschiedenen Krankheitsbildern und gibt Ihnen Handlungsansätze, um betroffene Eltern und Kinder gut in Ihre Arbeit zu integrieren.

3 Workshops für Grundlagenwissen, Praxis und Reflexion

Klicken Sie sich durch die Reiter für weitere Informationen zu den Workshops

Zielstellung

Ziel der modular aufgebauten Fortbildung ist es, auf Grundlage des vorhandenen Basiswissens die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sensibilisieren und ihnen vertiefendes Wissen und Handlungsoptionen für die Praxis zu vermitteln, um betroffene Eltern und Kinder durch ihre Arbeit optimal unterstützen zu können.

Konkret geht es dabei um:

  • die Einführung in Krankheitsbilder spezifischer psychischer Erkrankungen und deren Auswirkungen auf die Erziehungsfähigkeit von Elternteilen bzw. die Lebenswelt von Kindern
  • Verbesserung der Handlungssicherheit und der Gefährdungseinschätzung im Kontext des Klientels
  • Resilienzfaktoren
  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Bild von Krankheit und Gesundheit und psychischen Erkrankungen
  • die Sensibilisierung für Bedarfe und Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder psychisch kranker Eltern;
  • Vorstellung von Handlungsansätzen/Methoden für die Arbeit mit Kindern
  • Ansätze zum Aufbau von Netzwerken für die Kinder psychisch belasteter Elternteile

erstes Modul

Modul I: Einführung in die psychiatrischen Krankheitsbilder Teil 1/Transfer in Bezug auf das Familiensystem

  • Vorstellung verschiedener Krankheitsbilder und deren Behandlungsmöglichkeiten: Traumatisierungen, Depressionen, soziale Phobien, ADHS bei Erwachsenen
  • Bindung

-          Grundlagen der Bindung und Bindungsgefährdungsaspekte

-          Auswirkungen der Erkrankung auf das Bindungssystem

zweites Modul

Modul II: Einführung in die psychiatrischen Krankheitsbilder Teil 2/Transfer in Bezug auf das Familiensystem

Vorstellung verschiedener Krankheitsbilder und deren Behandlungsmöglichkeiten: Persönlichkeitsstörung, Psychosen, Angst- und Zwangsstörungen

Hilfeplanung, Gefährdungseinschätzung und Schutzfaktoren

  • Anforderungen an die Hilfeplanung
  • Komponenten der Erziehungsfähigkeit
  • Aspekte der Gefährdungseinschätzung

drittes Modul

Modul III: Suchtbelastete Familien

  • Süchte der Eltern und ihre Folgen für die Kinder
  • Was bedeutet Sucht für die Kinder

Methodik

Fachinput, Filmbeiträge, Arbeitsphasen/Kleingruppenarbeiten, Diskussion und Reflexion, Rollenspiele und Fallbearbeitung von Fällen der Teilnehmer*innen sorgen für eine abwechslungsreiche Lernatmosphäre.

Ihre Vorbereitung

Um Ihnen einen größtmöglichen Lerntransfer zu ermöglichen, bieten wir Ihnen an, an/mit Ihren eigenen Fällen zu arbeiten. Bringen Sie also bitte gerne eigene Fälle mit, bei denen Sie die Idee haben, dass eine psychische Erkrankung vorliegt und Sie Klärungsbedarf bezüglich der Erkrankung und des Vorgehens haben (Kurzinfo und Genogramm).

Das Fortbildungskonzept: Wissen mit Praxisbezug

Wir möchten Sie bei der aktiven Begegnung mit den Herausforderungen zum Thema unterstützen. Es ist uns ein Anliegen, Ihnen eine praxistaugliche Lösung für die Übertragung des vermittelten Wissens in die Praxis anzubieten. Unsere Referentinnen legen großen Wert auf eine Workshopdramaturgie, die Ihnen möglichst viel Impulse und neues Wissen so mitgibt, dass Sie dies sofort in Ihrer Arbeit anwenden können. Lerntransfer findet also bereits im Workshop statt!

Umfang der Fortbildungsreihe

42 Unterrichtsstunden

Die Konzeption

Die Fortbildung wurde von Frau Kraemer, Frau Lottermoser und Frau Sparding konzipiert. Zwei Referentinnen, die einerseits fachlich den Bereich der Jugendhilfe und andererseits das Feld der klinischen Psychiatrie abdecken, leiten Sie durch die Module. Durch diese Doppelbesetzung stellen wir Ihnen ein Maximum an Fachlichkeit zur Verfügung und kombinieren die Kompetenz aus beiden Bereichen.

Delia Kraemer

  • Diplom-Sozialpädagogin, Supervisorin und Organisationsberaterin
  • langjährig Erfahrung im Bereich Sucht und Arbeit mit sexuell missbrauchten Mädchen
  • langjährig Erfahrung im Bereich Controlling /Qualitätsentwicklung
  • langjährig Erfahrung Leitungsfunktionen im Jugendamt
  • Fortbildungsreferentin zu spezifischen Themen der Frühen Hilfen, der Führungskräftequalifizierung und der Thematik "Psychisch kranke Eltern"

Sabine Lottermoser

  • Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Traumatherapeutin und DBT-Therapeutin
  • Suchtmedizinerin
  • leitende Oberärztin der St. Vitus Fachklinik Visbek
  • seit 2005 Referentin im Bereich Psychiatrie, Psychotherapie,
  • seit 2005 Referentin im Bereich Jugend- und Suchtkrankenhilfe, Sucht- und Traumafolgestörungen

Beate Sparding

  • Diplom-Sozialpädagogin
  • Supervisorin/Organisationsberaterin
  • Fachausbildung zum Themenschwerpunkt ‚Kinder psychisch kranker Eltern‘ beim Kinderschutzzentrum in 2012
  • Fachdienstleitung Soziale Dienste im Jugendamt des Herzogtums Lauenburg

Veranstaltungsort & Tipps zur Übernachtung

Veranstaltungsort

  • Plansecur-Tagungsservice
  • Druseltalstraße 150
  • 34131 Kassel-Bad Wilhelmshöhe
  • Fon 05 61/ 93 55-0

 Hier finden Sie Informationen zur Anreise: Plansecur Anreise

 

Übernachtung

Das Hotel ist 3 Gehminuten vom Tagungshaus entfernt.

Teilnahmebedingungen

Anmeldung

Bitte melden Sie sich hier auf der Homepage oder per Mail an. Mit Ihrer Anmeldung erkennen Sie unsere AGBs an.

Anmeldefrist

Die Anmeldefristen zu den Veranstaltungen können Sie unserer Homepage entnehmen. Eine spätere Anmeldung machen wir gerne möglich; dies ist aber vom Einzelfall abhängig – setzen Sie sich dazu einfach mit uns in Verbindung.

Zahlungszeitpunkt

Kurz nach Ablauf der Anmeldefrist erhalten Sie von uns eine Rechnung über die fälligen Kosten für Ihren Besuch der gebuchten Veranstaltung.

Rücktritt

Bei einem Rücktritt zwischen 8 und 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn behalten wir uns vor, Ihnen 50% der Kosten zu berechnen. Unter 4 Wochen zahlen Sie im Falle eines Rücktritts 100% der Kosten. Im Falle eines krankheitsbedingten Ausfalls erhalten Sie gegen Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eine Gutschrift zur Verrechnung mit dem Besuch einer unserer Fortbildungen.

Absage durch uns

Wir behalten uns vor, eine Veranstaltung zu stornieren (z.B. im Krankheitsfall des Referenten/der Referentin). Aber eigentlich ist es nicht das, was wir wollen, denn wir wissen, dass Sie unsere Veranstaltung nicht aus reiner Freude an einem Thema gekauft haben. Nein, Sie haben einen echten Bedarf und haben Ihren Terminkalender nach diesem Termin ausgerichtet. Daher sind wir immer bemüht, Lösungen zu finden und gehen in einem solchen Fall ggf. mit Ihnen in den direkten Austausch.

Im Falle einer Absage unsererseits kürzer als 7 Tage vor dem Veranstaltungstermin erstatten wir Ihnen Ihre Stornierungskosten. Bei der Höhe der Kostenerstattung behalten wir es uns vor, von marktüblichen Preisen auszugehen.

 

 

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Die GEBIT Münster erfasst Ihre personenbezogenen Daten zur Auftragsbearbeitung und für die Korres-pondenz mit Ihnen. Die GEBIT Münster kann Ihre personenbezogenen Daten nach Ihrer Zustimmung für Marketingzwecke verwenden. Wenn wir Daten von Ihnen erfassen, haben Sie die Möglichkeit, deren Verwendung für künftige Marketingkontakte abzulehnen.

 

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