Netzwerk-Camp Frühe Hilfen & Jugendhilfeplanung - Frühe Hilfen und kommunale Planungsaufgaben im Zusammenspiel

Mit Volker Sommerhoff und Andrea Mattner

Sowohl Netzwerkkoordinator*innen wie Jugendhilfeplaner*innen haben zur Aufgabe, eine infrastrukturelle Basis für ein kundenorientiertes, bedarfsgerechtes und somit sinnvolles Angebotsportfolio zu schaffen. Zum Zusammenspiel von kommunaler Planung und Netzwerkgestaltung sieht das Land NRW in seinem Landesgesamtkonzept gem. § 3 KKG die Netzwerkkoordination in einer tragenden Rolle.

Sie sind Teil eines komplexen Netzwerkes - schauen Sie an diesem Tag gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen auf Ihr Arbeitsfeld und diskutieren sie es als ein Beispiel guter Praxis, als Problemaufriss oder anhand einer konkreten Fragestellung.

Netzwerk-Camp: das Format

Auf unserem Netzwerk-Camp finden Sie Raum für einen offenen Ideenaustausch und für Networking -  fern sperriger Veranstaltungsformate. An diesem Tag verknüpfen wir die Elemente eines klassischen Seminares mit denen eines Open Spaces:

Sie sind auf dieser Veranstaltung Gast und Teilgeber*in zugleich und gestalten die Inhalte aktiv mit. Allein Ihr Interesse steuert, wo Informationen fließen, an welchen Themen gearbeitet und welche verdichtet werden.

Das Camp-Format unterstützt Ihren Erkenntnisgewinn und Wissensaustausch und regt zu innovativem Denken und der Diskussion von Handlungsmöglichkeiten an. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihr eigenes Wissen an die anderen Teilnehmenden weiterzugeben, Fragen zu stellen, Probleme zu diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln!

Hier die Prinzipien eines Barcamps:

  • Wer auch immer kommt, die da sind, sind die richtigen Menschen: Ob ein oder 80 Menschen zu einer Session kommen, spielt keine Rolle; jeder ist wichtig und motiviert. Die Qualität des Austausches hängt NICHT davon ab, dass 'besondere' Menschen da sind (besonders erfahren, besonders kompetent, besonders wichtig).
  • Was auch immer geschieht, es ist das Einzige, was geschehen kann – Ungeplantes und Unerwartetes ist oft kreativ und nützlich – keine Erwartungen, was sein sollte/müsste.
  • Es beginnt, wenn die Zeit reif ist – wichtiger als die Pünktlichkeit ist die Energie.
  • Vorbei ist vorbei: Manchmal ist ein Thema rasch durch. Es geht nicht darum, es künstlich in die Länge zu ziehen, nur damit die Zeit herum geht.
  • Nicht vorbei ist Nicht-vorbei: Manchmal kommt ein Thema erst zum Schluss so richtig in Fahrt. Auch dem wird Raum gegeben!

 

Und hier das Gesetz  der zwei Füße

  • Abgestimmt wird mit den Füßen. Der einzige verpflichtende Punkt - Hier stimmen Sie mit den Füßen ab. Sie laden zu Ihrem Beitrag ein, Sie gehen zu den Gruppen, die Sie anziehen – und Sie bleiben nur in einer Gruppe, solange Sie das Gefühl haben, dass Sie etwas lernen oder beitragen wollen. Wenn Sie nichts lernen noch beitragen können, ehren Sie die Gruppe mit Ihrer Abwesenheit.
  • Selbstbestimmung und Wahlfreiheit. Die Anwendung des Gesetzes ist leicht: Sie müssen sich weder rechtfertigen noch entschuldigen.
  • Von Hummeln und Schmetterlingen. „Hummeln“ flattern von Gruppe zu Gruppe und bilden eine Brücke zwischen den Themen durch Gruppenwechsel. Die „Schmetterlinge“ flanieren und pausieren nachdem sie ihren Beitrag in der Kleingruppe beigesteuert haben. Sie folgen dem, wonach ihnen gerade zumute ist, sind einfach da und lassen geschehen.

Ihre Vorbereitung

Falls Sie eine Session anbieten möchten, nennen Sie uns gerne vorab Ihr Thema – wir werden es auf unserer Homepage unter der Ausschreibung veröffentlichen.

 

Das Programm

Nach der Eröffnung des Tages im Plenum und einer kurzen Vorstellung eröffnen wir das Camp, erklären die Methode und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam die Agenda. Sie sind herzlich eingeladen, selber eine Session anzubieten. Das kann eine Präsentation oder ein Vortrag, eine Diskussionsrunde, ein Workshop oder auch lediglich eine Fragestellung sein, über die Sie sich gerne mit anderen austauschen möchten.

Alle Sessions (ob spontane oder vorbereitete) werden zu Beginn des Camps in einem „Session-Pitch“ von den Sessionanbieter*innen kurz vorgestellt. Anhand der Themen legen wir die Agenda des Events gemeinsam fest – Sie gestalten sich also ihre Konferenz selbst. Es folgen mehrere Gruppensessions. Den Abschluss bildet ein Austausch auf dem Marktplatz der Möglichkeiten. Hier ist Raum und Zeit, um sich gegenseitig über die Essenz der Diskussionen zu informieren und sich Details aus Gruppen zu holen, bei denen man gerne dabei gewesen wäre.

Zwei Sessions zum Thema haben wir bereits vorbereitet und können diese, wenn sie auf genügend Interesse treffen, gerne anbieten:

  • Jugendhilfeplanung im Kontext Früher Hilfen
  • Frühe Hilfen als kommunale Planungsaufgabe

 

Gesetzesgrundlagen zum Zusammenspiel von kommunaler Planung & Netzwerk-Koordination

Zum Zusammenspiel von kommunaler Planung und Netzwerkgestaltung sieht das Land NRW in seinem Landesgesamtkonzept gem. § 3 KKG die Netzwerkkoordination in einer tragenden Rolle.

  • „Die Frühen Hilfen sind Teil der Kinder- und Jugendhilfe (…) und somit Bestandteil der kommunalen Jugendhilfeplanung. Deshalb ist eine effektive Gestaltung der Schnittstelle und der Zusammenarbeit der Akteure in den Bereichen Netzwerkkoordination Frühe Hilfen und Jugendhilfeplanung zwingend notwendig.“
  • Und weiter: „Da Frühe Hilfen zudem über den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe hinausgehen, ist weiterhin eine schrittweise Abstimmung mit der Gesundheits-, Sozialplanung und weiteren relevanten Planungsbereichen unerlässlich. Grundsätzlich kann die Gesamtkoordination der verschiedenen lokalen Netzwerke in einer kommunalen Steuerungsgruppe unter der Beteiligung der kommunalen Jugendhilfeplanung und anderer kommunaler Planungsabteilungen empfehlenswert sein.“

Ebenso ist die Jugendhilfeplanung qua Gesetz aufgerufen, an der Koordinationsaufgabe mitzuwirken, und zwar in Ihrer Verantwortung als Mitgestalter an einer systematischen und zukunftsorientierten Entwicklung und Gestaltung der sozialen Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien:

  • „Jugendhilfe soll (…) dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen (§ 1 Abs. 3, Nr. 4 SGB VIII – Kinder und Jugendhilfe) und:
  • „Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen gewährleisten, dass (…) die erforderlichen und geeigneten Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen den verschiedenen Grundrichtungen der Erziehung entsprechend rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen (…)“ (§ 79 Abs. 2, Nr. 1 SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe)

Ihre Moderation

Volker Sommerhoff: Jugendhilfeplaner und Netzwerkkoordinator Frühe Hilfen

Volker Sommerhoff ist seit 10 Jahren als Jugendhilfeplaner für die Produkte Kinder- und Jugendarbeit, pädagogische Jugendhilfen/Soziale Dienste und den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz beim Kreis Olpe aktiv. Im Rahmen dieser Tätigkeit koordiniert er seit 2013 lokale Netzwerke Frühe Hilfen in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie den Bereich der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit im Bereich des Regionalen Bildungsnetzwerkes im Kreis Olpe. Zuvor unterstützte er 11 Jahre lang junge Menschen im Rahmen von berufsorientierten Reha-Maßnahmen der Agentur für Arbeit und leitete dort unter anderem einen Wohn- und Internatsbereich für junge Menschen. Volker Sommerhoff ist staatl. examinierter Sozialarbeiter und lebt mit seiner Familie in Finnentrop. Er ist 1971 geboren.

Sein Angebot im Rahmen der GEBIT Münster-Kooperation:

  • Netzwerk-Camp Frühe Hilfen & Jugendhilfeplanung - Frühe Hilfen und kommunale Planungsaufgaben im Zusammenspiel

Andrea Mattner: Personal- und Organisationsberaterin, Prozessbegleiterin, Referentin, Moderatorin

Andrea Mattner ergänzt ihr Lehramtsstudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität um ein Studium der Sozialpädagogik an der Fachhochschule Münster und ist seit 1999 Diplom-Sozialpädagogin. Sie war und ist tätig im Weiterbildungsmanagement und als Personal- und Organisationsberaterin. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte:

  • Beratung/Weiterbildung/Coaching von Leitungskräften in ihrer Rolle als „hybride“Leitung
  • Beratung/Weiterbildung/Coaching von agilen Management/Teams
  • Begleitung im Changeprozess
  • Moderation
  • HR

Andrea Mattner ist in ihrem Schwerpunkt als Leitung der Fort- und Weiterbildung der GEBIT Münster tätig. Darüber unterstützt sie das Unternehmen in ihren internen Geschäfts-/Prozessabläufen.

Andrea Mattner lebt mit ihrer Familie in Drensteinfurt. Sie ist 1963 geboren.

Ihr Angebot im Rahmen der GEBIT-Münster-Kooperation:

  • Kollegiale Fallberatung für umA-Fachkräfte
  • Netzwerk-Camp Frühe Hilfen & Jugendhilfeplanung - Frühe Hilfen und kommunale Planungsaufgaben im Zusammenspiel

Rund um Ihre Anreise

So finden Sie Ihren Veranstaltungsort

Übernachtungstipps

Hotel Wolfsjäger: www.hotel-wolfsjaeger.de, direkt im Ort, ca. 10 Minuten zu Fuß

Hotel zur Brücke: www.gasthofzurbruecke.de, bahnhofsnah, ca. 5 Minuten mit dem Auto bis zum Schulungsraum

Hotel Goldener Stern: www.hotelgoldenerstern.de ca. 7 km von Herbern entfernt

Hotel am Kloster: www.hotel-am-kloster.de. ca. 12 km von Herbern entfernt

Ferienwohnungen: www.ascheberg-touristinfo.de/unterkuenfte/ferienwohnungen.html

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